Freitag, 16. mai 2008
Tiefes Wasser frisst meinen Blick,
schon lange vergangen,
betörendes, zauberhaftes Glück,
kalt ist es meinem Herz ergangen.

 Ich schreite einen langen Weges entlang,
Laub bezeugt des Baumes Ende des Mühen,
vor 6 Monaten noch, Vögel unsere Liebe besang,
in der Zeit, in der Bäume blühen.

Unsere Liebe zerbrach an den Mühen des Alltages,
sie war schon lange dem Tode geweiht,
nur die Tüchtigkeit verbarg es,
waren zu schwach zu erleben Liebe der Unendlichkeit.

Lernten nie, zu gedulden, zu verstehen,
wollten immer sein zu zweit,
um dem Leben zu entgehen,
doch waren nie bereit für die Ewigkeit.

Nun sitze ich oft an diesem Ort,
weine leise, um meine einzige große Liebe,
haben uns verloren, nun bist du fort,
nur weil wir nicht besiegen konnten die niedersten Triebe.
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Sonntag, 4. mai 2008
Zweifelnd suche ich meinen Weg,
wandere von Plateau zu  Plateau, Steg zu Steg,
kreuze tiefe und flache Wasser,
steige auf, doch meiner wird blasser und blasser.

Auf meiner Reise zuweilen gelähmt,
Unsicherheit die mich beschämt,
ist Nahrung der Angst zu verlieren,
was Andere könnten begieren.

Doch du blickst mich an,
mit verliebten, glücklichen und treuen Augen,
obwohl du mich nennst Göttergatte, allerliebster Mann,
frage ich mich, könnte ein Anderer diese Augen beugen?

Fragen pochen in mir, zerreißen mein Herz,
süß, ungewiss, ohne Sicherheit der Schmerz,
Findest du bei mir halt, oder doch nur Sand?
Würdest du nehmen im Sturme eines anderen Hand?

Voller Kummer und Besorgnis,
suche ich beschämt auf der Erde Platz,
mein Inneres schreit, weitere Bedrängnis,
wird verlieren deinen größten Schatz.

Ein liebendes Herz voller Angst ist schwer,
verliert es doch den Verstand mehr und mehr,
am Ende stirbt einer Selbst, Stück für Stück,
dank der Liebe allzugroßen Glück!


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Samstag, 29. märz 2008
Der Wind umspielt mich,
all die liebenden Herzen treten heran,
ihre Besitzer bloß interessiert an sich,
es wird eng, kaum Luft, vertan!

Ich renne weit,
abermals den Horizont erreicht,
doch der schuldige Schmerz  bereit,
jeder Schritt treibt mich zurück, nicht der Heilung gereicht.

Nass komme ich zu Fall,
ein tiefes Loch, ich fall' herein,
Mitleid, Sorgen, Kummer, Pflicht überall,
tiefe Angst in meinem Herzen, bei jedem Nein.

Jedoch tief und stark das Bedürfnis,
allem zu entfliehen,
nie erfahren Verständnis,
nur der Versuch, alles an sich zu ziehen.

Die Erkenntnis so bitter und kalt,
lautlos meine Verzweiflung schallt,
meine Lunge zum bersten bald,
mein Schrei unerhört verhallt.

Auf dem Boden zerbrochen,
eine Welt flehend zerbricht,
die Freiheit sich schleichend erkrochen,
höre nie mehr eine Stimme die Bedrängnis spricht.

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Freitag, 28. märz 2008
Gedicht-3.JPG










Ich blicke hinauf,
der Himmel so weit, so klar,
wie nahm das ganze seinen Lauf,
wann begann ic
h zu vergessen,
wer ich bin, wer ich war?

Gedicht-1.JPG










Klar und kalt spüre ich,

wie sich die Ketten zuziehen,
welche lange bedrängen mich,
mein Herz und meinen Geist,
seit ewig ist meiner selbst ungesehen.

Gedicht-4.JPG











So gehe ich weit,
hauptsache sehr fern,
von alldem,
welches mich hat achso gern,
still der Wunsch,
zu sein ungebunden, an niemandens Seit!

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Nun blicke ich erneut auf,
der Himmel voller verstorbener Träume,
einsame Wünsche steigen hinauf,
oh ja, ich will aus diesem Leben raus,

hinaus in die Welt, fern aller roten Säume!













Wie süß schmeckte der Saft,

in der Zeit, in der alles begann,
alles neu und fremd, warm und Göttinnenhaft,
doch glitzernd und zaubernd,
war es nie, was mich zog in ihren Bann,
hatte doch nie geahnt, dass es so beraubend!













Woher hätte einer ahnen sollen,
dass es so bedrückend ist,

wonach ein jeder Mensch sucht?
Konnte mein Herz dies wollen,
dass ein anderes sich in mich frisst,
meinen Geist bedrängt,

den Wissensdrang beengt?
Verflucht!

Gedicht-5.JPG











Mir ist zu weinen zu mute,
verzweifelt, dass mein Strebensdrang blute,
bin noch so jung und so sehr verloren,

ich will werden Teil der Ewigkeit,
kann ich dies wirklich werden zu zweit?

11-01-08--5-.JPG











Wenn nicht,
woher dann die Angst, vor dem letzten Schritt,
der Schritt der mich für immer befreit?
Bin ich nicht bloß ein Narr, nicht zum Kämpf
en bereit,
der bloß will tun, keinen schweren Tritt,
um zu vereinen Herz, Geist und Pflicht?

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Woher diese Angst vor der Einsamkeit,
habe ich sie nicht abermals verflucht,
in kalten, von Regen erfüllten Tagen?

In Tagen in denen Keiner an meiner Seit,
habe ich nicht Tag und Jahr nach ihr gesucht?

01-09-07.JPG











Schnee fällt auch mich herab,
auch scho
n ist die Zeit sehr knapp,
ich gehe die Wege nach Haus,
durchnässt lehne ich mich an meine Maus,
eben noch voller Bedrängnis und einsamer Wünsche,
ich bin eben nicht mehr als ein Narr,
der nicht weiß, was ist, was war,
doch erhasche ich ihren Blick,
dann wird mir warm, und bin berauscht von tiefem Glück!





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Samstag, 22. märz 2008
Heute Abend hatte ich einen interessanten Disput mit meiner Mutter, sie entrüstete sich darüber, dass ich, getaufter Protestant, an Kar-Freitag Fleisch aß. Doch nun, ist es ihr wohl irgendwie entfallen, dass ich bereits seit mehr als zwei Jahren überzeugter Atheist bin, nun gut, in letzter Zeit habe ich meine Angriffe und meine Argumentationen gegenüber den Glauben und vor allem gegen Gott verstärkt. Mein brechendvolles Bücherregal mit Werken von Kant und Nietzsche, zudem überwiegend mit politischer Literatur und einem Werk über den Zen-Buddhismus, lassen meine Glaubensart selbstverständlich in keiner Weise erahnen.
Nun gut, ich werde nun, einmal kurz, einen kleinen Text schreiben, der logisch und verständlich darlegt, weshalb es keinen Gott geben kann.

Zuersteinmal gibt es einen gewaltigen Widerspruch, in der Argumentation der Gläubigen gegen die Evolution. Sie sagen, dass nichts einfach so aus dem Nichts entstehen kann, wie es das Universum es durch den Urknall tat. Doch verlieren sie schnell den Boden unter den Füßen, wenn man sie fragt, woher dann Gott komme, wenn alles einen Schöpfer braucht, so braucht auch Gott einen Schöpfer. Dieses verneinen sie stets, jedoch auch nicht mehr.
Meistens hört man dann, dass der menschliche Verstand nicht in der Lage sei, dieses zu verstehen. Komisch, der Mensch versteht die Urknalltheorie, doch die Theorie von Gottes Erschaffung nicht?
Natürlich nicht. Was es nicht gibt, kann auch nicht erschaffen werden.

Die Charakterisierung von Gott lautet wie folgt:
"Allmächtig, Barmherzig und er liebt seine Schöpfung."
Natürlich wird seine Blutrünstigkeit und sein großer Wille nach Rache stillgeschwiegen und nicht in die Charakterisierung mit einbezogen.
Doch werden diese gerade im Alten Testament mehr als bestätigt, da rächt sich Gott an der Frau, weil sie vom Apfelbaum der Erkenntis aß, und von nun an zwischen Gut und Böse unterscheiden konnte, dies missfiel Gott. Es ist logisch, denn von nun an, würde seine Schöpfung ein wachsames Auge auf seinem Herrn haben. Wie war es mit der Stadt Sodomo? Die zerstörte er doch, nach dem die Sodomiter seine beiden auf Erden wandelden Engel ergreifen und missbrauchen wollten, dass der Wirt der Engel Lot, den wütenden Bewohnern sogar seine Tochter anbot, störte Gott nicht, er hinderte ihn nicht daran. Danach zerstörte Gott Sodom.
Er übte wieder Rache, und er tötete alle, sowohl die Schuldigen als auch die Unschuldigen. Barmherzigkeit, oh Herr!

In einem anderen Fall akzeptiert dieser Gott sogar Inzucht, so war Abrahams Frau Sara seine Halbschwester, zwar verurteilen manche Stellen der Testamente Inzucht, aber diese Ehe von einem Gottgesandten und seiner Schwester, ist mehr als regelwidrig und von Gott geduldet.

Warum lässt Gott Kinder tot auf die Welt kommen? Warum tut er seiner Schöpfung, die er doch so liebt, so etwas an? Warum, wenn er doch Barmherzig und zudem allmächtig ist, so könnte er doch zumindest dieses traumatische Erlebnis für alle Eltern aus der Welt schaffen.
Es sein denn, Gott ist wie gesagt blutrünstiger als gedacht, und es macht ihm Spaß, zu zusehen, wie seine Schöpfung leidet.
Dies würde auch erklären, warum er den Holocaust nicht verhinderte.

Aber im Namen Gottes wurde ja schon immer getötet, siehe die Kreuzzüge oder die Motive der heutigen islamistischen Terroristen.
Wer jetzt mit dem freien Willen argumentiert, begibt sich auf Glatteis:
Wenn Gott, dem Menschen den freien Willen gibt, so heißt dieses nicht, dass er die Verantwortung gegenüber seinen anderen, sozusagen, willenlosen Geschöpfen und Erschaffungen verliert. Außerdem müsste er spätestens dann eingreifen, wenn der freie Wille eines Menschen nicht gewährleistet ist. Oder hat er den freien Willen etwa nur gegeben, damit er mehr Unterhaltung und mehr Leid zu betrachten hat. Des Weiteren widersprechen hier die oft hochgeschätzten Prüfungen Gottes.
Freier Wille heißt, dass sich jeder Geist vollkommen frei entwickeln darf, greift Gott ein, um jemanden zu prüfen, so wird der freie Wille beeinflußt und ist damit nicht mehr gegeben. Bevor nun lauthals geschrien wird: Widerspruch, der möge bedenken, dass die Repression eines freien Willen durch einen anderen, eine Intervention Gottes erlauben würde, denn der freie Wille des anderen wird nicht dadruch beeinflußt, wenn ihm gedeutet wird, dass er auf dem falschen Weg ist, und jemand anderes schadet.
Dieses wäre für den Herrn kein großer Akt. Doch spricht es auch gegen Gott, dass er den freien Willen schenkt, ihn aber im nachhinein verurteilen wird, wenn der Besitzer des freien Geistes vor ihm steht und in der Tiefe der Hölle verschwindet. Wenn es Gott wirklich gäbe, würde er keine Himmel oder Hölle Wertung praktizieren, daher er damit den freien Willen unfrei und strafbar macht.
Hinzu kommt noch, dass es nur sehr schwer zu glauben ist, dass ein Gott es tatenlos zulässt, dass seine Schöpfung sich immer mehr von ihm abwendet und der Wissenschaft folgt. Vor 2.000 Jahren war Jesus sein Wunder, warum sendet er nicht auch in dieser Zeit ein für alle unwiderlegbares Wunder? Erfolge dies, wären seine Gotteshäuser wieder en maße gefüllt. Aber das wohl beste Argument ist wohl, dass wenn Gott seiner Schöpfung, dem Menschen, wirklich den freien Willen gegeben hat, dass er ziemlich dämlich war, denn das Produkt davon ist, dass seine Schöpfung, andere seiner Schöpfungen zerstört. Gut, der Mensch sollte über die Tiere herrschen und sie nutzen, doch wo liegt der Nutzen, wenn die Menschen die Tiere missbrauchen und quälen? Oder wo ist der Nutzen, wenn der Mensch seine Erde zerstört, was mehr als seine von Gott ihm zugeteilte Befugnisse geht, und Gott einfach tatenlos zu sieht?
Warum droht Gott mit der Apokalypse (mit welcher er gegen sein eigenes Gebot "Du sollst nicht töten" verstößt), wenn er doch Barmherzig ist?
Weshalb verhinderte er damals den Bau von Babel, aber die ganzen Weltraumprojekte nicht? Die Menschen wollen nach wie vor Gott erreichen.

Er lässt es zu, dass jeden Tag hunderte Menschen sterben, für ihn wäre es doch eine Kleinigkeit, zumindest dafür zu sorgen, dass kein Mensch mehr an Hunger sterben müsste. Er ist doch Barmherzig und liebt seine Schöpfung.

Na ja, die Antwort ist sehr einfach:
Es gibt keinen Gott, wir sind durch die Millionen entstanden und nichts und niemand wacht über uns oder hilft uns in der Not. Es sind nur die Menschen und seine Gesellschaft, welche diese Funktionen übernehmen.
Und kein Gott und auch kein Jesus.

Einen guten morgen wünsche ich noch,

Der Antichrist
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