Saturday, 22. march 2008
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Heute Abend hatte ich einen interessanten Disput mit meiner Mutter, sie entrüstete sich darüber, dass ich, getaufter Protestant,
an Kar-Freitag Fleisch aß. Doch nun, ist es ihr wohl irgendwie entfallen, dass ich bereits seit mehr als zwei Jahren überzeugter Atheist bin, nun gut, in letzter Zeit habe ich meine Angriffe und
meine Argumentationen gegenüber den Glauben und vor allem gegen Gott verstärkt. Mein brechendvolles Bücherregal mit Werken von Kant und Nietzsche, zudem überwiegend mit politischer Literatur und
einem Werk über den Zen-Buddhismus, lassen meine Glaubensart selbstverständlich in keiner Weise erahnen.
Nun gut, ich werde nun, einmal kurz, einen kleinen Text schreiben, der logisch und verständlich darlegt, weshalb es keinen Gott geben kann.
Zuersteinmal gibt es einen gewaltigen Widerspruch, in der Argumentation der Gläubigen gegen die Evolution. Sie sagen, dass nichts einfach so aus dem Nichts entstehen kann, wie es das Universum es
durch den Urknall tat. Doch verlieren sie schnell den Boden unter den Füßen, wenn man sie fragt, woher dann Gott komme, wenn alles einen Schöpfer braucht, so braucht auch Gott einen Schöpfer.
Dieses verneinen sie stets, jedoch auch nicht mehr.
Meistens hört man dann, dass der menschliche Verstand nicht in der Lage sei, dieses zu verstehen. Komisch, der Mensch versteht die Urknalltheorie, doch die Theorie von Gottes Erschaffung nicht?
Natürlich nicht. Was es nicht gibt, kann auch nicht erschaffen werden.
Die Charakterisierung von Gott lautet wie folgt:
"Allmächtig, Barmherzig und er liebt seine Schöpfung."
Natürlich wird seine Blutrünstigkeit und sein großer Wille nach Rache stillgeschwiegen und nicht in die Charakterisierung mit einbezogen.
Doch werden diese gerade im Alten Testament mehr als bestätigt, da rächt sich Gott an der Frau, weil sie vom Apfelbaum der Erkenntis aß, und von nun an zwischen Gut und Böse unterscheiden konnte,
dies missfiel Gott. Es ist logisch, denn von nun an, würde seine Schöpfung ein wachsames Auge auf seinem Herrn haben. Wie war es mit der Stadt Sodomo? Die zerstörte er doch, nach dem die Sodomiter
seine beiden auf Erden wandelden Engel ergreifen und missbrauchen wollten, dass der Wirt der Engel Lot, den wütenden Bewohnern sogar seine Tochter anbot, störte Gott nicht, er hinderte ihn nicht
daran. Danach zerstörte Gott Sodom.
Er übte wieder Rache, und er tötete alle, sowohl die Schuldigen als auch die Unschuldigen. Barmherzigkeit, oh Herr!
In einem anderen Fall akzeptiert dieser Gott sogar Inzucht, so war Abrahams Frau Sara seine Halbschwester, zwar verurteilen manche Stellen der Testamente Inzucht, aber diese Ehe von einem
Gottgesandten und seiner Schwester, ist mehr als regelwidrig und von Gott geduldet.
Warum lässt Gott Kinder tot auf die Welt kommen? Warum tut er seiner Schöpfung, die er doch so liebt, so etwas an? Warum, wenn er doch Barmherzig und zudem allmächtig ist, so könnte er doch
zumindest dieses traumatische Erlebnis für alle Eltern aus der Welt schaffen.
Es sein denn, Gott ist wie gesagt blutrünstiger als gedacht, und es macht ihm Spaß, zu zusehen, wie seine Schöpfung leidet.
Dies würde auch erklären, warum er den Holocaust nicht verhinderte.
Aber im Namen Gottes wurde ja schon immer getötet, siehe die Kreuzzüge oder die Motive der heutigen islamistischen Terroristen.
Wer jetzt mit dem freien Willen argumentiert, begibt sich auf Glatteis:
Wenn Gott, dem Menschen den freien Willen gibt, so heißt dieses nicht, dass er die Verantwortung gegenüber seinen anderen, sozusagen, willenlosen Geschöpfen und Erschaffungen verliert. Außerdem
müsste er spätestens dann eingreifen, wenn der freie Wille eines Menschen nicht gewährleistet ist. Oder hat er den freien Willen etwa nur gegeben, damit er mehr Unterhaltung und mehr Leid zu
betrachten hat. Des Weiteren widersprechen hier die oft hochgeschätzten Prüfungen Gottes.
Freier Wille heißt, dass sich jeder Geist vollkommen frei entwickeln darf, greift Gott ein, um jemanden zu prüfen, so wird der freie Wille beeinflußt und ist damit nicht mehr gegeben. Bevor nun
lauthals geschrien wird: Widerspruch, der möge bedenken, dass die Repression eines freien Willen durch einen anderen, eine Intervention Gottes erlauben würde, denn der freie Wille des anderen wird
nicht dadruch beeinflußt, wenn ihm gedeutet wird, dass er auf dem falschen Weg ist, und jemand anderes schadet.
Dieses wäre für den Herrn kein großer Akt. Doch spricht es auch gegen Gott, dass er den freien Willen schenkt, ihn aber im nachhinein verurteilen wird, wenn der Besitzer des freien Geistes vor ihm
steht und in der Tiefe der Hölle verschwindet. Wenn es Gott wirklich gäbe, würde er keine Himmel oder Hölle Wertung praktizieren, daher er damit den freien Willen unfrei und strafbar macht.
Hinzu kommt noch, dass es nur sehr schwer zu glauben ist, dass ein Gott es tatenlos zulässt, dass seine Schöpfung sich immer mehr von ihm abwendet und der Wissenschaft folgt. Vor 2.000 Jahren war
Jesus sein Wunder, warum sendet er nicht auch in dieser Zeit ein für alle unwiderlegbares Wunder? Erfolge dies, wären seine Gotteshäuser wieder en maße gefüllt. Aber das wohl beste Argument ist
wohl, dass wenn Gott seiner Schöpfung, dem Menschen, wirklich den freien Willen gegeben hat, dass er ziemlich dämlich war, denn das Produkt davon ist, dass seine Schöpfung, andere seiner
Schöpfungen zerstört. Gut, der Mensch sollte über die Tiere herrschen und sie nutzen, doch wo liegt der Nutzen, wenn die Menschen die Tiere missbrauchen und quälen? Oder wo ist der Nutzen, wenn der
Mensch seine Erde zerstört, was mehr als seine von Gott ihm zugeteilte Befugnisse geht, und Gott einfach tatenlos zu sieht?
Warum droht Gott mit der Apokalypse (mit welcher er gegen sein eigenes Gebot "Du sollst nicht töten" verstößt), wenn er doch Barmherzig ist?
Weshalb verhinderte er damals den Bau von Babel, aber die ganzen Weltraumprojekte nicht? Die Menschen wollen nach wie vor Gott erreichen.
Er lässt es zu, dass jeden Tag hunderte Menschen sterben, für ihn wäre es doch eine Kleinigkeit, zumindest dafür zu sorgen, dass kein Mensch mehr an Hunger sterben müsste. Er ist doch Barmherzig
und liebt seine Schöpfung.
Na ja, die Antwort ist sehr einfach:
Es gibt keinen Gott, wir sind durch die Millionen entstanden und nichts und niemand wacht über uns oder hilft uns in der Not. Es sind nur die Menschen und seine Gesellschaft, welche diese
Funktionen übernehmen.
Und kein Gott und auch kein Jesus.
Einen guten morgen wünsche ich noch,
Der Antichrist
von Der-Antichrist
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