Friday, 28. march 2008 5 28 /03 /März /2008 00:01
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Ich blicke hinauf,
der Himmel so weit, so klar,
wie nahm das ganze seinen Lauf,
wann begann ic
h zu vergessen,
wer ich bin, wer ich war?

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Klar und kalt spüre ich,

wie sich die Ketten zuziehen,
welche lange bedrängen mich,
mein Herz und meinen Geist,
seit ewig ist meiner selbst ungesehen.

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So gehe ich weit,
hauptsache sehr fern,
von alldem,
welches mich hat achso gern,
still der Wunsch,
zu sein ungebunden, an niemandens Seit!

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Nun blicke ich erneut auf,
der Himmel voller verstorbener Träume,
einsame Wünsche steigen hinauf,
oh ja, ich will aus diesem Leben raus,

hinaus in die Welt, fern aller roten Säume!













Wie süß schmeckte der Saft,

in der Zeit, in der alles begann,
alles neu und fremd, warm und Göttinnenhaft,
doch glitzernd und zaubernd,
war es nie, was mich zog in ihren Bann,
hatte doch nie geahnt, dass es so beraubend!













Woher hätte einer ahnen sollen,
dass es so bedrückend ist,

wonach ein jeder Mensch sucht?
Konnte mein Herz dies wollen,
dass ein anderes sich in mich frisst,
meinen Geist bedrängt,

den Wissensdrang beengt?
Verflucht!

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Mir ist zu weinen zu mute,
verzweifelt, dass mein Strebensdrang blute,
bin noch so jung und so sehr verloren,

ich will werden Teil der Ewigkeit,
kann ich dies wirklich werden zu zweit?

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Wenn nicht,
woher dann die Angst, vor dem letzten Schritt,
der Schritt der mich für immer befreit?
Bin ich nicht bloß ein Narr, nicht zum Kämpf
en bereit,
der bloß will tun, keinen schweren Tritt,
um zu vereinen Herz, Geist und Pflicht?

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Woher diese Angst vor der Einsamkeit,
habe ich sie nicht abermals verflucht,
in kalten, von Regen erfüllten Tagen?

In Tagen in denen Keiner an meiner Seit,
habe ich nicht Tag und Jahr nach ihr gesucht?

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Schnee fällt auch mich herab,
auch scho
n ist die Zeit sehr knapp,
ich gehe die Wege nach Haus,
durchnässt lehne ich mich an meine Maus,
eben noch voller Bedrängnis und einsamer Wünsche,
ich bin eben nicht mehr als ein Narr,
der nicht weiß, was ist, was war,
doch erhasche ich ihren Blick,
dann wird mir warm, und bin berauscht von tiefem Glück!





von Der-Antichrist - Community: Sprechen durch Schreiben
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Kommentare

Ein Gedicht, mit ganz gewaltigen Gedanken, voller Zweifel, an dem Ich, an dem Tun, an dem Dasein... Beim Lesen schon, zog mich der Virbel Deiner Gedanken in ein Gewitter mit Blitze, mit Donner und lies in eine unangenehme Stille... L.G.
Kommentarnr1 gepostet von wenera3101 am 3.05.2008 um 16h19

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