Saturday, 29. march 2008
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23:14
Der Wind umspielt mich,
all die liebenden Herzen treten heran,
ihre Besitzer bloß interessiert an sich,
es wird eng, kaum Luft, vertan!
Ich renne weit,
abermals den Horizont erreicht,
doch der schuldige Schmerz bereit,
jeder Schritt treibt mich zurück, nicht der Heilung gereicht.
Nass komme ich zu Fall,
ein tiefes Loch, ich fall' herein,
Mitleid, Sorgen, Kummer, Pflicht überall,
tiefe Angst in meinem Herzen, bei jedem Nein.
Jedoch tief und stark das Bedürfnis,
allem zu entfliehen,
nie erfahren Verständnis,
nur der Versuch, alles an sich zu ziehen.
Die Erkenntnis so bitter und kalt,
lautlos meine Verzweiflung schallt,
meine Lunge zum bersten bald,
mein Schrei unerhört verhallt.
Auf dem Boden zerbrochen,
eine Welt flehend zerbricht,
die Freiheit sich schleichend erkrochen,
höre nie mehr eine Stimme die Bedrängnis spricht.
von Der-Antichrist
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